11. Juni 2006 40-jähriges Priesterjubiläum von Pfarrer Häusle in St. Josef



Pfarrer Norbert Häusle feiert in 81. Josef sein 40-jähriges Pqesterjubiläum / Zahlreiche Überbringer von Grußbotschaften


Vertrauen zu Gott wecken in schwieriger Zeit

Baden-Baden (gib) - Es war für Pfarrer Norbert Häusle eine große Freude, am Dreifaltigkeitssonntag unter den zahlreichen Gottesdienstbesuchern in 8t. fosef viele "vertraute und bekannte" Gesichter zu erblicken, die mit ihm sein 40-jähriges Priesterjubiläum feierlich begehen wollten.

Ein großer Chor, gebildet aus den Sängerinnen und Sängern der Stiftskirchengemeinde und der "Fidelitas" Ebersteinburg, brachte unter der Leitung von Uwe Serr Passagen der Deutschen Messe von Franz Schubert dar, und Hubert Gassenschmidt ließ festliche Klänge auf seiner Trompete erschallen.

Gemeinsam mit Pfarrer Häusle zelebrierten vier weitere Geistliche die Messe. Daniel Scherf, promovierter Theologe und derzeitiger Seelsorger in Ottenau, hielt die Predigt. Er bezeichnete seine Rede als "Gratwanderung", die er, der einstige Oberministrant bei Pfarrer Häusle in der früheren Odenwaldgemeinde, nun seinem verehrten Lehrer und Freund zu halten habe.

Sinnbildlich für den Auftrag des Seelenhirten und den Mann, der in der Nachfolge Jesu oft schwierige und lange Wege zu beschreiten habe, schenkte er Norbert Häusle einen gekrümmten Wanderstab, an dessen Spitze ein "Häusle" als Ziel und als Zeichen, die Geborgenheit in Gott symbolisierte. Scherf sprach in kraftvollen Worten vom Auftrag dessen, der sich gemäß des Taufbefehls Jesu auf einen langen, oft dornigen und mühevollen Weg begebe, um die frohe Botschaft zu verkünden und in den Menschen, trotz eines erschreckenden Ist-Zustandes der Welt, Vertrauen in die unwandelbare Treue eines dreieinigen Gottes zu wecken.

Das Evangelium offenbare sich viel häufiger dort, wo Menschen einander zugetan seien, als in theoretischen Lehren, schloss Daniel Scherf, und auch ihm sei es oft auf zwei Beinen entgegen gekommen. "Es ist gut ein Häusle und einen Häusle tu haben", bekräftigte er seine Aussage. Im Anschluss an die liturgische Handlung drängten sich Überbringer von Grußbotschaften ans Mikrophon, darunter der Vertreter der ACG, der "Arbeitsgemeinschaft Christlicher Gemeinden", aber auch Gert Faller von der Bürgergemeinde Unterbeuern, der dem begnadeten Büttenredner Häusle seine Reverenz erwies.

Auch Vertreter der Kirchengemeinden St. Antonius Ebersteinburg und S1. Josef brachten Grußworte dar und ein kostbares gemeinsames Geschenk. Auf Wunsch des Jubilars haben die Klosterfrauen in Lichtental ein grünes Messgewand mit goldbestickter Stola angefertigt, und es habe sogar noch zu einem Rosenstrauch für den Blumenliebhaber Häusle gereicht, verkündete Annette Setzier als Vertreterin der "etwas eigensinnigen" Gemeinde in Ebersteinburg. Mit Freude nahm Norbert Häusle nicht nur die Anwesenheit von Sigrun Lang zur Kenntnis, sondern auch die Grußworte des neuen Oberbürgermeis
ters, Wolfgang Gerstner.