27. April 2008 MÄNNERWALLFAHRT, Kath. Männerwerk

des Dekanates Tauberbischofsheim, nach Baden-Baden

Das Konradblatt schreibt am 18.5.2008:
„Was für ein Klang"

 

Rund 600 Männer aus dem früheren Dekanat Lauda pilgerten nach Baden-Baden.

Auch wenn es das Dekanat Lauda eigentlich gar nicht mehr gibt - die traditionelle Männerwallfahrt fand trotz­dem statt. Mit rund 600 Teilnehmern, die sich anläss­lich des 550. Todestages des seligen Bernhard von Baden. auf den Weg nach Baden­Baden machten.

 Von Kai Mungenast
Männer, wohin das Auge in der St. Bemharduskirche in Baden­Baden reicht, nur Männer. Fast nur Männer. Insgesamt etwa 600 an der Zahl, so die offizielle Aus­kunft des Männerwerks des frü­heren Dekanats Lauda, das in­zwischen mit dem Dekanat Tau­berbischofsheim zusammenge­legt wurde. Die traditionelle Wallfahrt der Männer des Deka­nats Lauda fand trotzdem statt. Jedes Jahr nehmen sie sich einen Tag und machen sich von zuhause aus auf zur Wallfahrt, die mitt­lerweile beachtliche Dimensio­nen angenommen hat.

"Wir sind eines der größten Männerwerke im Erzbistum Frei­burg und die Wallfahrt ist der Hö­hepunkt im Jahr", weiß der erste Obmann des Dekanats, Hermann Freitag. "Anlässlich des / 550. Todestages des seligen Bem­hard von Baden sind wir mit 13 Bussen nach Baden-Baden ge­kommen, wo er geboren ist. "

Bernhard von Baden als Vorbild für Politiker
In der Kurstadt hieß Pfarrer Thomas Maier die Pilger aus dem Nodosten der Erzdiözese herz­lich willkommen. "Besonders beachtlich ist die Akustik in der Bemharduskirthe", schwärmt Anton Göbel vom Organisations­team. Und tatsächlich - unter den Klängen der Organisten Ha­raId Volz und Wemer Grabinger sowie Trompeter Hubert Gassen­schmidt setzten die Männer mit ihrem vollen Gesang ein. "Wow, was für ein Klang", schwärmte eine der wenigen Damen aus der Pfarrgemeinde, die sich in die dritte Bankreihe "geschlichen" hatte.

Eng verbunden mit den Männem fühlt sich Erzbischof Robert Zollitsch. Er selbst hat sieben Jahre im Dekanat Lauda gelebt und bereits mehrere Gottes­dienste mit dem Männerwerk ge­feiert. In seiner Predigt erinnerte der Erzbischof natürlich be­sonders an Bemhard von Baden. Er sei ein Politiker mit Anstand gewesen, der noch heute ein gro­ßes Vorbild für uns sein kann. Der Bischof ist überzeugt: "Oh­ne diese Tugenden gäbe es ein Europa nach unserem heutigen Verständnis nicht. "

Ihren Kirchenpatron stellt die Baden-Badener Kirchengemein­de in diesem Jahr ohnehin be­sonders in den Mittelpunkt. Am 20. Juli ist ein großes Fest zu Eh­ren des Seligen geplant.



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am Sonntag, 27.04.08 in St. Bernhard:

10.00 h EUCHARISTIEFEIER Predigt: Herr Erzbischof Robert Zollitsch in St. Bernhard, Baden-Baden

14.00 h MARIENANDACHT Predigt Herr Stadtpfarrer Thomas Maier in St. Bernhard, Baden-Baden
 

          
 

am Sonntag, 27.04.08 in St. Bernhard:
10.00 h EUCHARISTIEFEIER Predigt: Herr Erzbischof Robert Zollitsch 
14.00 h MARIENANDACHT Predigt Herr Stadtpfarrer Thomas Maier
 

Robert Zollitsch befasst sich in seiner Predigt mit dem Seligen Bernhard von Baden / Wallfahrt des Katholischen Männerwerks Tauberbischofsheim

Erzbischof in St. Bernhard

Baden-Baden (pi) - Beim gestrigen Gottesdienst in St. Bernhard stand die Predigt von Erzbischof Robert Zollitsch, der auch Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz ist, im Mittelpunkt.

Dass in der Bernharduskirche gestern die männlichen Gottesdienstbesucher eine große Mehrheit bildeten, hatte seinen Grund in einer vom Katholischen Männerwerk des Dekanats Tauberbischofsheim durchgeführten Wallfahrt nach Baden-Baden. Rund 500 Männer waren unter der verantwortlichen Leitung von Pfarrer Bernhard Metz aus Krautheim aus Anlass des 550. Todestages des Seligen Bernhard von Baden zu Gast bei Pfarrer Thomas Maier.

So befasste sich in seiner Predigt auch der Erzbischof mit Bernhard von Baden, dessen Seligsprechung er insbesondere auf das Drängen von Markgraf August Georg und Philipp Jakob Steyrer, dem Benediktinerabt aus St. Peter, zurückführte. Dabei würdigte er die benediktinische Tradition, "ohne die es ein Europa nach unserem heutigen Verständnis wohl nicht geben würde".

Den Seligen Bernhard von Baden bezeichnete er als einen Politiker mit Anstand und Macht, so wie dies die Menschen seinerzeit auch erfahren hätten. Denn zwei Drittel seiner Einkünfte habe Bernhard von Baden stets für soziale Zwecke zur Verfügung gestellt.

Wie ein Geschenk des Himmels, so der Erzbischof abschließend, müssten es die Menschen seinerzeit empfunden haben, wie Bernhard von Baden "als Patron unseres Landes Baden" menschliche Größe vorlebte.