12. April 2009 Ostern - Nelson-Messe in der Stiftskirche

Feierliche Umrahmung des Oster-Hochamtes in der Stiftskirche

Nelson-Messe von Joseph Haydn


Wer sie im September vergangenen Jahres anlässlich der Lichtenthaler Klosterkonzerte verpasst hat, bekommt am Sonntag, dem 12. April um 10 Uhr noch einmal Gelegenheit, Joseph Haydns Nelson-Messe im Rahmen des
festlichen Oster-Hochamtes in der Stiftskirche zu hören.

Die Messe für Solostimmen, Chor und Orchester, ursprünglich Missa in Angustiis, Messe in Zeiten der Bedrängnis, genannt, gehört zu Haydns Spätwerken. Sie wurde 1798 nach seinem eben erst beendeten Meisterstück „Die Schöpfung“ in nur 53 Tagen komponiert und in der Eisenstädter Bergkirche uraufgeführt. Den Namen Nelson-Messe verdankt sie der Tatsache, dass Haydn während des Schreibens am Benedictus von Admiral Nelsons Sieg in der Schlacht bei Abukir erfuhr und dem Satz durch Blechbläserklänge einen besonders eindringlichen Charakter verlieh.
Das im Wesentlichen in Moll gehaltene Werk überrascht durch eine Fülle neuer kompositorischer Einfälle. Harmonisch vereinen sich alte Traditionen und neue musikalische Ideen, treffen Fugen, Barock-Kanons und gregorianisch anmutender Gesang mit Orchestermethoden der Jahrhundertwende und der durch die Wiener klassischen Meister perfektionierten sinfonischen Form aufeinander.

Ein grandioses Werk, dem höchsten Feiertag der Christen angemessen und eine Hommage an den Komponisten, dessen Todestag sich Ende Mai zum 200. Male jährt.
Es singt der Chor der Stiftskirche unter der Leitung von Kantor Uwe Serr; es spielen Mitglieder des SWR-Sinfonieorchesters Baden-Baden und Freiburg. Als Solisten wirken mit: Diana-Marina Fischer (Sopran), Anja Schlenker-Rapke (Alt), Johannes Schmerbeck (Tenor) und Joachim Herrmann (Bass).
 
Baden-Baden, d. 25. März 2009

 

Wir danken der Familie Rettig für die Aufnahmen und Frau Heitz für den Text.
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