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Badische Neueste Nachrichten - Montag 1. März 2010 - Ausgabe Nr.49-Seite 9 |
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Hilfe für Menschen |
Auszug aus BNN vom Montag, 1. März 2010:
Von unserem Mitarbeiter
Kai Mungenast
Baden-Baden. Es kam f
ür die Familie sehr plötzlich. Noch war alles gut, dann klagte der Vater von zwei kleinen Kindern am Mittagstisch über ein Stechen in der Brust, lechzte nach Luft. Die Mutter wählte den Notruf 112. Kurz darauf kämpfen der Rettungsdienst und der Notarzt auf dem Küchenboden um das Leben des 45-Jährigen. Den Kampf verlieren die Rotkreuzler, der Notarzt erklärt den Mann für tot. Für die Familie bricht in diesem Moment eine Welt zusammen. Der Notarzt bemerkt dies und verständigt über die Leitstelle die Notfallseelsorge der christlichen Kirchen. Nur wenige Minuten später sind die kirchlichen Helfer vor Ort und betreuen in den nächsten schweren Stunden die Familie.Dies ist nur eine m
ögliche Situation, bei der die Frauen und Männer der Notfallseelsorge helfen. „Die Aufgaben gehen vielfältig darüber hinaus: Betreuung von Angehören nach Todesfällen, Überbringen von Todesnachrichten, Großschadenereignisse und Katastrophenfälle. Aber wir sind nicht nur für die Betroffenen da sondern auch für die Helfer von Feuerwehr und Hilfsorganisationen“, erklärt NorbertKasper. Der Michelbacher katholische Pastoralreferent leitet zusammen mit seinem evangelischen Kollegen Pfarrer Michael Winkler die Einsatzgruppe. Seit f
ünf Jahren ist das Team gewachsen und die Gruppe hat sich fest als Angebot im örtlichen Rettungswesen etabliert. Aktuell sind es zehn Männer und Frauen, die diesen Dienst in ihrer Freizeit ehrenamtlich tragen.Das Team hat jetzt Verst
ärkung bekommen: Jacqueline Krah-Klotz aus Haueneberstein, Ute Wick aus Baden-Baden, Laurent Koebel aus Seltz, die beiden Gaggenauer Ralf Lachmann und Bernhard Renz sind neu dazu gekommen. Die katholische Gemeindereferentin Ute Wick erklärt: „Wir verfügen alle über eintheologisches Studium und entsprechende Erfahrung in der Seelsorge. Erg
änzend dazu haben wir uns in einem mehrwöchigen Kurs bei der Landesfeuerwehrschule in Bruchsal und der Polizeiakademie in Freiburg auf die Notfallseelsorge vorbereitet.“ Zusammen mit den Kollegen haben sie sich das Jahr in Bereitschaftswochen eingeteilt. Immer zwei Helfer stehen eine Woche lang zur Verfügung. Im Vorjahr wurden die Helfer 29 Mal gerufen, im aktuellen Jahr waren sie bereits bei sechs Einsätzen. Auch Ralf Lachmann, Pastor der Siebenten-Tags-Adventisten, war bereits mehrmals unterwegs. „Den letzten Einsatz hatte ich in Rastatt bei einem Wohnungsbrand. Von diesem waren vor allem ältere Menschen betroffen, die mit einer solchen Aufregung nur schwer umgehen können.“ Er verbrachte dort die Nacht mit den „Wohnungslosen“ und half ihnen wieder Orientierung zu finden. „Meist ist es vor allem wichtig, für die Menschen da zu sein und ihnen zuzuhören.“ Arbeitnehmerseelsorger Bernhard Renz bringt sein Engagement auf den Punkt: „Die Notfallseelsorge ist ein wichtiger Dienst am Menschen“. Kollege Kaper ergänzt: „Wie können wir ‚Großer Gott wir loben dich’ in der Kirche singen, wenn wir dann nicht bei den Menschen sind, wenn sie uns brauchen?“
Diakon Laurent Koebel lobt die