Bericht im Badischen Tagblatt vom 5.10.2010





Von Harald Holzmann

Baden-Baden - Für die katholischen Christen der Seelsorgeeinheiten Mitte und Lichtental sind künftig statt bisher drei nur noch zwei Pfarrer zuständig: Michael Teipel und Lorenz Seiser. Sie werden sich nach der Verschmelzung der beiden Einheiten die Leitung der neuen, größeren Einheit teilen.

Nach dem Weggang von Pfarrer Thomas Maier im vergangenen Frühjahr und dem anstehenden Wechsel des langjährigen Lichtentaler Pfarrers Klaus Fietz ins oberrheinische Laufenburg (wir berichteten) steht den katholischen Christen in der Kernstadt eine Zeit des Umbruchs bevor. Durch diese Zeit hindurch werden die beiden Seelsorgeeinheiten Mitte und Lichtental von Pfarrer Norbert Häusle geführt. Häusle ist der einzige der drei bisherigen Pfarrer, der in der Kurstadt die Stellung hält. 2012 wird er 70 Jahre alt - das ist das Pensionsalter für katholische Seelsorger. Bis dahin, so heißt es in einer Mitteilung von Georg Auer, dem Sprecher des erzbischöflichen Ordinariats, werde die Neustrukturierung der Seelsorgeeinheiten abgeschlossen sein.

Konkret heißt das: Zum Zeitpunkt der Pensionierung von Häusle sollen die beiden neuen Pfarrer Teipel und Seiser in Baden-Baden tätig sein. Sie werden die Leitung der neu zu bildenden Seelsorgeeinheit Mitte/Lichtental offenbar gemeinsam übernehmen. Michael Teipel ist bislang in der Seelsorgeeinheit in Emmendingen­Teningen tätig. Der 39-Jährige übernimmt nominell die Stelle von Pfarrer Maier und wird am ersten Adventssonntag, 28. November, seine neue Stelle in der Kurstadt antreten. Lorenz Seiser, geboren und aufgewachsen in Bad Rotenfels, leitet derzeit die Seelsorgeeinheit Hinterzarten-Breitnau. Der 42-Jährige soll nach Informationen des BT im September 2011 die Nachfolge von Pfarrer Fietz antreten.

Fietz wechselt nach Laufenburg und wird im Januar kommenden Jahres seine Tätigkeit in Lichtental beenden. "Bis September 2011 werden Kollege Teipel und ich dann einen Notfallplan für die Betreuung der sieben Pfarrgemeinden erarbeiten", sagte Häusle gestern auf Nachfrage. Ob er dann mit Erreichen des 70. Lebensjahres in Ruhestand gehen wird, wollte Häusle noch offenlassen. Diese Frage sei im Vergleich zu den jetzt anstehenden Dingen ein "Luxusproblem".

In der Personalabteilung des erzbischöf1ichen Ordinariats geht man aber offenbar davon aus, dass Häusle nicht weitermacht. Nach der Pensionierung von Häusle werde "die neue Seelsorgeeinheit Baden­Baden Mitte/Lichtental "mit Pfarrer Seiser und Pfarrer Teipel zwei Pfarrer haben", teilt das Ordinariat mit.