Chronik des Chors der Stiftskirche
2009
Aktivitäten, Proben, Konzerte, Versammlungen
rund um den Chor

 

12. Januar

19.30

Erste Probe im neuen Jahr. Wir beginnen mit Haydns Nelson-Messe, auch Missa in Angustiis (Messe in Zeiten der Bedrängnis) genannt. Das Kyrie präsentiert, ungewöhnlich für die Wiener Klassik, eine Fuge, also ein musikalisches Motiv, das versetzt in allen Stimmen, gesungen wird.
 

19. Januar

19.30

Weiter geht’s mit der Nelson-Messe, voran das Kyrie.
 

26. Januar

 

19.30

Nochmal Kyrie und dann sind wir frisch ins Sanctus und später auch ins Credo, die einfachste Form der Fuge, eingestiegen. Wir haben einen neuen Bass: Willem Lankreijer. Und Frau Storf verstärkt den Tenor.
 

9. Februar

19.30

Nelson-Messe, business as usual.
 

14. Februar

15.00

Valentinstag. Als Geschenk für Verliebte gibt’s eine Extra-Probe im MLG. Die Solisten sind anwesend. Und wir heißen Monika Werner (Alt), Magdalena Kölmel (Alt) sowie Dieter Götz (Bass) herzlich willkommen, die alle schon in den neunziger Jahren mitgesungen haben.
 

16. Februar

19.30

Dieter Reininghaus (Bass) und Claudia Leins (Sopran) stoßen zu uns. Wunderbar, die Nelson-Messe braucht jede gute Stimme.
 

23. Februar

 

Rosenmontag. Narri, narro! Keine Probe.
 

2. März

19.30

Uwe Serr nicht da. Anja Schlenker-Rapke probt mit den Frauen, Holger Schumacher mit den Männern, vor allem natürlich die heiklen Passagen.
 

9. März

19.30

Nelson-Messe. Das Gloria ist dran. Vor allem die doch recht kompliziert aufgebaute Fuge im Quoniam tu solus sanctus. Aber langsam wird’s.
 

16.März


 

19.30

 

Probe der Nelson-Messe, immer noch das Gloria und den lockeren Übergang ins Credo. Und hier wiederum den Übergang vom Et incarnatus mit seinem geheimnisvoll getupften „et se pultus est“ zum lebhaften Et ressurexit. Na ja, der Meister ist noch nicht ganz zufrieden.
 

23. März

19.30

Probe der Nelson-Messe.
 

28. März

10.00 – 12.00

Wegen des bevorstehenden Nato-Gipfels am 3. und 4. April findet eine Sonderprobe der Nelson-Messe in der Aula der Klosterschule Lichtenthal statt. Wir proben intensivst das Agnus Dei und frieren. Gelobt ist, was hart macht!
 

30. März

19.30

Probe Nelson-Messe. Wiederholung des Kyrie und noch mal die Fuge des Gloria rauf und runter.
 

6. April

19.30

Probe Nelson-Messe. Er war hier, Mister President himself. Seit dem Nato-Gipfel und Obama-Empfang in Baden-Baden am Marktplatz am 3. und 4. April heißt unsere Stiftskirche jetzt mit Spitznamen Sankt Obama.
 

11. April


 

19.30


 

Generalprobe in der Stiftskirche ab 16 Uhr 30. Dort steht zum ersten Mal unsere Präsentations-Tafel, von Ewald Jost auf Maß gebaut und bestückt mit Fotos und Infos über unseren Chor.
 

12.April


 

19.30


 

Oster-Hochamt um 10 Uhr. Einsingen ab 8 Uhr 45. Die mit Blumen geschmückte Kirche ist rappelvoll. Wir hatten eine gute Presse – die Kurstadtnachrichten brachten unser Pressefoto als Titelbild und im Innenteil nochmals eine ganze Seite Vorankündigung für unser Osterkonzert. Mindestens 30 Personen müssen stehen. Die Messe zelebriert unser Pfarrer Thomas Maier. Leider hören wir hinten im Chor die Predigt von Diakon Stefan Lutz-Bachmann nur bruchstückweise. Sie muss wohl - an den Reaktionen der Gemeinde gemessen - österlich fröhlich sein. Dazu passen die vielen jubelnden und triumphierenden Passagen der ansonsten sehr feierlichen Nelson-Messe ganz prima.
 

13. April

19.30

Ostermontag. Keine Probe.
 

20. April

 

19.30

Erste Vorbereitungen für unsere nächsten Konzerttermine: Fronleichnam und Orgeleinweihung, letzterer verschiebt sich dauernd. Wir singen schon mal das Tantum ergo von Schubert sowie einige Stücke aus der Deutschen Messe von Schubert an.
 

27. April

 

19.30

Business as usual. Mendelssohn und Deutsche Messe für Fronleichnam. Parallel dazu üben die Chöre St. Bernhard und Sankt Eucharius/Balg das Gleiche, denn wir werden zusammen in der Muschel des Kurhauses singen.
 

4. Mai

19.30

Schubert Tantum ergo und Deutsche Messe.
 

11. Mai

19.30

Üben für Fronleichnam. Draußen tobt ein heftiges Gewitter. Wir begrüßen als neues Chormitglied Linde Christ (Sopran), Musikredakteurin beim SWR.
 

18. Mai

19.30

Chorprobe wie immer.
 

25. Mai

 

 

19.30

 

Chorprobe in Ebersteinburg. Die Chormitglieder Elisabeth und Halina fehlen. Sie lauschen während eines Englandaufenthaltes den feierlichen Klängen der Evensongs in der Kathedrale von Salisbury und der Christ Church von Oxford.
 

1. Juni

19.30

Pfingstmontag. Keine Probe.
 

8. Juni

19.30

Generalprobe für Fronleichnam mit den Chören von St. Eucharius/Balg und St. Bernhard in der Stiftskirche.
 

11. Juni

 

19.00

Fronleichnamsfest, leider wegen des schlechten Wetters nicht in der Konzertmuschel, sondern in der Stiftskirche um 10 Uhr. Die Chöre werden begleitet vom Bläserquartett der Baden-Badener Philharmonie. Erstmals singt Uwe Serrs Schwester Ilona Rieger mit.
 

15. Juni

 

19.30

MLG-Aula war belegt. Wir müssen in ein Klassenzimmer ausweichen und proben Antonin Dvoraks Messe in D, opus 86. Hurra, wir haben einen neuen Tenor! Roland Böning, zur Zeit noch in Heuweiler wohnhaft, stößt zu uns.
 

22. Juni

19.30

Messe in D und erstes Ansingen der Mendelssohn-Werke „Wie der Hirsch schreit“ (Psalm 42) und „Verleih uns Frieden gnädiglich“ (Choralkantate).
 

29.Juni

19.30

Um 18.30 Vorstandsversammlung. Um 19.30 Probe.
 

6. Juli

19.30

Probe muss ausfallen, weil die Aula „unangekündigt“ durch die Schule belegt ist. Unser von weither angereister neuer Tenor ist zu Recht verärgert.
 

13. Juli

19.15

Keine Chorprobe. Die Chormitglieder treffen sich am Hungerberg ab 19 Uhr 15 zum gemütlichen Beisammensein.
 

20. Juli

19.30

Die Chorprobe mit der geringsten Beteiligung des Jahres. Mit Uwe Serr waren gerade mal 5 Männer da, dafür aber 13 Frauen. Mendelssohns Hirsch schrie sehr verhalten und das Kyrie und Sanctus von Dvorak kamen auch recht schlank daher.
 

27. Juli

19.30

Letzte Probe vor den Sommerferien.
 

 

 

 


SOMMERPAUSE

14. September

19.30

Erste Probe nach den Sommerferien. Wir steigen mit dem Sanctus erneut in die am 18. Oktober geplante Dvorak-Messe ein und freuen uns , dass zwei neue Mitglieder, nämlich Elisabeth Hertel (Alt) und Karl Hertel (Tenor), zu uns gefunden haben. Mit Dvorak ist der Einstieg nicht ganz einfach.
 

21. September

19.30

Dvorak-Messe und ein kleiner Schlenker in verschiedene Chorwerke der Jahrhunderte, die wir am 4. Oktober zur Messe in der Stiftskirche singen wollen.
 

28. Sept.

19.30

Same procedure as monday before.
 

4. Oktober




 

9.30




 

Messe in der Stiftskirche mit den Chorwerken „Verleih uns Frieden gnädiglich“, „Herr Gott im Himmel, dir sei Ehre“, Lottis“ „Regina coeli“, einem Halleluja und dem Kirchenlied von Schütz „Wohl denen, die da wandeln“. Anschließend gab’s einen Apéritif im Pfarrkeller, danach ein hervorragendes Menü vom Koch des Klosters Lichtenthal und eine von Elisabeth Serr und Monika Sänger geleitete spannende Führung durchs Kloster. Mit Kaffee und Kuchen klang dieser wunderschöne Tag aus.
 

5. Oktober

19.30

Das gemeinsame Benefizkonzert zugunsten der neuen Orgel von St. Bernhard rückt näher. Chorprobe unter der Leitung von Jimmy Röck in der Realschule zusammen mit dem Philharmonischen Chor.
 

12. Oktober

19.30

Nochmal Dvorak, bis alles sitzt.
 

17. Oktober

16.00

Generalprobe in St. Bernhard. Beide Chöre müssen sich erst an die Akustik gewöhnen. Ohne Publikum hört man manchmal Echos.
 

18. Oktober

17.00

Chor- und Orgelkonzert in St. Bernhard. Auf dem Programm stehen außer der Dvorak-Messe die Sonate Nr. 3 A-dur op. 65 von Mendelssohn, der Choral Nr. 3 A-moll von César Franck sowie die beiden Mendelssohn-Werke „Der du die Menschen lässest sterben“ und „Ich harrete des Herrn“ aus dem Lobgesang. Uwe Serr brillierte souverän an der neuen Orgel und Anja Schlenker-Rapke und Diana-Marina Fischer bezauberten das Publikum mit ihren Stimmen.
 

19. Oktober

19.30

Chorprobe. Weiter geht’s mit Mendelssohn. Vorbereitung fürs Dekanatssingen.
 

26. Oktober

19.30

Chorprobe fällt aus. Herbstferien.
 

2. November

19.30

Chorprobe
 

9. November

19.30

Chorprobe
 

15. November

 

Dekanatssingen in Haueneberstein
 

16. November

19.30

Chorprobe für die anstehende Rorate-Messe.
 

24. November

19.30

Chorprobe. Die für den 30. November geplante Rorate-Messe wird auf den 13.12. verschoben.
 

30. November

19.30

Chorprobe für Rorate-Messe. Erster Einstieg in die „Missa in C, KV 257“ von Mozart, die Ostern 2010 zur Aufführung kommen soll.
 

7. Dezember

19.30

Chorprobe für die Choräle der Rorate-Messe. Außerdem Gloria aus der der Missa in C.
 

13. Dezember

19.00





Rorate-Messe um 19 Uhr. 18 Einsingen. Wir singen „Die Nacht ist vorgedrungen“. „Maria durch ein Dornwald ging“, „O komm, o komm Emmanuel“ sowie „Tauet, ihr Himmel“. Danach gemütliches Beisammensein im Pfarrkeller.

 

WINTERPAUSE BIS 10. JANUAR 2010

 

Am 19. Dezember 2009 stirbt plötzlich und unerwartet Friedrich Gantner, der als Hausherr des MLG und Gastsänger mit dem Chor verbunden war. Zusammen mit dem Chor von Haueneberstein singen wir anlässlich des Trauergottesdienstes in der St. Bartholomäus-Kirche.

 

 

 

 

DIE KOMPONISTEN

DES JAHRES

2009
 

Haydn, Dvorak und Mendelssohn waren die drei Komponisten, die uns dieses Jahr am meisten beschäftigt haben und uns sangestechnisch so manche Nuss zu knacken gaben. Nachstehend ein paar wissenswerte bzw. unterhaltsame Fundsachen zu diesen drei so völlig verschiedenen Musikern.
 

 

Haydns Vita

Joseph Haydn wird 1732 am 31.3. in Rohrau (Niederösterreich) geboren. 8 Jahre später ist er bereits Sängerknabe am Stephansdom in Wien. Nach Eintreten des Stimmbruchs wird Haydn entlassen. Er arbeitet als Klavierbegleiter für Nicola Popora, der ihn in Komposition schult. 1755 wird Gräfin von Thun durch eine Klaviersonate auf Haydn aufmerksam und nimmt ihn in ihre Dienste. 1758 wird er Musikdirektor und Kammerkompositeur bei Graf Mozin in Lukawitz, 1761 von Fürst Esterházy als zweiter Kapellmeister eingestellt und verbringt den Rest seines Berufslebens im Hause Esterházy. 1766 wird er als erster Kapellmeister angestellt. 5 Jahre später lernt Haydn Wolfgang Amadeus Mozart kennen, mit dem ihn eine lebenslange Freundschaft verbindet. 1790 erfolgt die erste Englandreise, er erwirbt u.a. die Ehrendoktorwürde der Universität Oxford. 1792 kehrt er zurück nach Wien und Ludwig van Beethoven wird kurze Zeit Haydns Klavier-Schüler. 1794/95 erfolgt eine zweite Englandreise und 1797 komponiert er die Kaiserhymne, die seit 1922 deutsche Nationalhymne ist. Haydn stirbt 1809 am 31. 5. in Wien. Auf seiner Gedenkfeier wird das Requiem von Wolfgang Amadeus Mozart gespielt.
 

 

Dvořáks Hobby

Wussten Sie, dass Antonín Dvořák der vielleicht erste prominente bekennende Eisenbahnliebhaber Kontinentaleuropas war und in Fachkreisen tatsächlich auch als Experte für das Lokomotivwesen seiner Zeit gehandelt wurde? Dazu kursieren auch einige Anekdoten über den Komponisten. In diesem Zusammenhang ist bemerkenswert, wenngleich auch zufällig, dass heute sowohl Dvořáks zweiter (Česká Kamenice), dritter (Zlonice) als auch dessen letzter Wohnort (Praha) jeweils der Sitz eines Eisenbahnmuseums sind. In der Nähe seiner Prager Wohnung, Korntorgasse 10, lag der Franz-Josephs-Bahnhof, den er, wie immer wieder auch die anderen Bahnhöfe, täglich aufsuchte. Er merkte sich alle Zug- und Loktypen und ihre Seriennummern, kannte alle Lokführer beim Namen und erging sich mit ihnen in ausführlichen Fachsimpeleien.
 

 

Mendels-

sohns wunder-same Entstehung

 

Ein Musikstudent möchte ein Zimmer mieten. Doch die Vermieterin weist ihn ab: «Wir hatten einmal einen Musikstudenten hier wohnen. Der kam erst sehr beethoevlich an, wurde dann mit meiner Tochter mozärtlich, brachte ihr einen Strauss mit, nahm sie beim Händel und führte sie mit Liszt über den Bach in die Haydn. Er war gar nicht zu brahmsen, und jetzt haben wir einen Mendelssohn!
 

 

 

 

 

 

 

Textfeld:  

Und das war das Jahr 2009

Was war los in diesem Jahr, außer dass der Präsident der Vereinigten Staaten und die Bundeskanzlerin Gast in unserer Kirche waren? Nun allerhand: So gestalteten wir mit Haydns Nelson-Messe ein unvergessliches Oster-Hochamt, sangen trotz schlechten Wetters das volle Fronleichnams-Programm, begleiteten eine herbstliche Messe in der Stiftskirche und gönnten uns anschließend im Kloster Lichtenthal einen für Körper und Seele erbaulichen Tag. Wir weihten zusammen mit dem Philharmonischen Chor mit der herrlichen Dvorak-Messe die neue Orgel von St. Bernhard ein und schickten auch dieses Jahr eine feierliche Rorate-Messe unserem kleinen Weihnachtsfest voraus. In Zahlen ausgedrückt haben wir 37 Proben absolviert, 5 Konzerte gegeben und immerhin 6 neue Mitglieder gewonnen

Was uns das neue Jahr wohl bringt?
Ihr glaubt an manches Wunderbare!
Doch hört, wie diese Frage klingt:
Was bringen wir dem neuen Jahre?

Hoffentlich wieder ein bis zwei tolle Konzerte sowie weiterhin viel Freude am Singen und an der Chorgemeinschaft.

Allen Chormitgliedern und natürlich unserem Chorleiter Uwe Serr ein herzliches Dankeschön!

 

 

  


 
  
Home